Zur Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs gehört das HPV-Virus (Papillomavirus), das sexuell übertragen wird. Der Zusammenhang zwischen dem Virus und dieser Erkrankung gehört inzwischen zum Allgemeinwissen; weniger bekannt ist jedoch, dass eine HPV-Infektion auch beim Mann vorkommt und ihn einem erhöhten Risiko von Penis-und Analkarzinom aussetzt.
Zum Glück führen die meisten HPV-Infektionen zu keinen Symptomen und in vielen Fällen gehen sie ohne Behandlung weg. Bestimmte Stämme des Virus sind jedoch verantwortlich für Genitalwarzen und im schlimmsten Fall Gebärmutterhalskrebs. Symptome dieses Krebses werden im frühen Stadium der Erkrankung selten bemerkt. Deshalb muss nachdrücklich auf die Notwendigkeit von regelmäßigen Krebsabstrichen (Pap-Test) hingewiesen werden.
Einst als eine der tödlichsten Krebsarten bekannt, ist sie dank medizinischem Fortschritt zu der meist vermeidbaren geworden. Regelmäßige Pap-Tests, HPV-Test und Impfstoffe erleichtern Früherkennung und Behandlung, was bedeutet, dass potentielle Opfer heute die Hilfsmittel besitzen, um diesen Krebs in Schach zu halten.

Häufige Symptome von Gebärmutterhalskrebs

Vaginale Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr könnten erste Anzeichen einer Störung sein. In der Tat sollten alle Genitalblutungen, die außerhalb der erwarteten Regel vorkommen, Alarmsignale auslösen. Dazu gehören, alle Blutungen die nach der Menopause auftreten.
Bei Schmerzen im Beckenbereich und Beschwerden beim Geschlechtsverkehr oder einem übel riechenden Ausfluss sollte man sofort ärztliche Hilfe aufsuchen, da diese Anzeichen auch auf Gebärmutterhalskrebs hinweisen könnten.
Es handelt sich um mögliche Frühindikatoren. Bei fortgeschrittener Krankheit kann es zu Gewichtsverlust und Müdigkeit kommen, Becken-und Rückenschmerzen sowie Schwellungen in einem oder beiden Beinen. Verstopfung und Blut im Urin sind in diesem Stadium auch nichts Ungewöhnliches.
Harninkontinenz und Knochenschmerzen sind weitere mögliche Anzeichen einer fortschreitenden Krankheit. Dabei kann es auch zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen und Stuhlgang kommen. Natürlich können diese Symptome auch nur vorübergehend auftreten, doch wenn diese Symptome gehäuft vorkommen und sich nicht verbessern, sollten sie auf keinen Fall ignoriert werden.
Eine dauerhafte HPV-Infektion kann zu Zellveränderungen führen und die Neigung zu zervikalem Krebs erhöhen. Das Krebsrisiko durch HPV kann sich durch eine große Anzahl verschiedener Sexualpartner oder Geschlechtsverkehr in jungen Jahren erhöhen. Ein geschwächtes Immunsystem macht auch eine leichte Beute für diese Krebsart.
Diethylstilbestrol (ein “synthetisches Östrogen”) war einst ein übliches Medikament, um vorzeitige Wehen, Fehlgeburten und anderen schwangerschaftsbedingten Komplikationen zu verhindern. Der weit verbreitete Gebrauch wurde in den frühen 70er Jahren eingestellt, gelegentlich wird es aber immer noch verschrieben. Es ist leider mit einem hohen Risiko verbunden, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.
Gebärmutterhalskrebs ist eine Krankheit, die potenziellen Opfern die Möglichkeit zur Früherkennung und vorbeugenden Maßnahmen bietet. Die Impfung gegen HPV wird besonders für Mädchen/Frauen im Alter zwischen 9 und 26 Jahren empfohlen. Die Wirksamkeit der Impfung ist jedoch auf Frauen beschränkt, die noch nicht mit dem Virus infiziert sind.

Behandlungsmöglichkeiten

Wie bei den meisten Krebsarten sind Strahlentherapie, Chemotherapie und integrative Behandlungen derzeit bei der Therapie von Gebärmutterhalskrebs unentbehrlich.
Andere Behandlungsformen könnten eine Hysterektomie beinhalten. Dies bezieht sich auf ein Verfahren, wobei die Gebärmutter und sehr oft Eileiter, Eierstöcke und den Gebärmutterhals entfernt werden. Manchmal ist es die einzige Wahl, wenn eine Frau an Krebs der Gebärmutter leidet. Interessanterweise werden die Mehrheit von Hysterektomien für nicht krebsbedingte Ursachen wie Myome oder Endometriose durchgeführt.
Eine komplette Heilung von Gebärmutterhalskrebs hängt weitgehend davon ab, ob die Erkrankung früh erkannt wurde. Auch in einem fortgeschrittenen Stadium ist es möglich, durch verschiedene Behandlungen sein Ausbreiten zu verlangsamen und sich von den damit verbundenen Symptomen (Palliativpflege) zu entlasten.
Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie unter Gebärmutterhalskrebs leiden oder jemanden kennen; wir sind immer bereit, Ihnen zu helfen.